Erneuerbare Energie

Unser Beitrag für eine regionale und nachhaltige Energieerzeugung besteht seit 2001 in der Biogaserzeugung und -verwertung, der Nutzung von Solarstrom seit 2008 und in naher Zukunft ergänzt um die Wasserstofferzeugung im EnerGiepark Ried.

Mit diesen Maßnahmen setzen wir uns für eine nachhaltige Energieversorgung ein:

  • Biogas entsteht durch den mikrobiologischen Abbau von organischen Stoffen in feuchter und warmer Umgebung unter Luftausschluss (anaerobes Milieu). In einem biologischen Zersetzungsprozess (Gärung) werden die eingesetzten Substrate hauptsächlich in die Bestandteile Methan und Kohlendioxid umgewandelt. Dieser Prozess ist in der Natur sehr weit verbreitet, in Sümpfen und Mooren oder im Verdauungstrakt von Wiederkäuern – in unserer Biogasanlage wird er gezielt genutzt.

    Das Endprodukt ist das brennbare Biogas, ein Gemisch, das im Wesentlichen aus Methan (50-75 %), Kohlendioxid (25-45 %) sowie geringen Anteilen an Wasser (2-7 %), Schwefelwasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Ammoniak, Wasserstoff und weiteren Spurengasen besteht.

    Der nach der Vergärung angesammelte Gärrest (bestehend aus nicht abgebauter Biomasse und Mineralien) hat hervorragende Düngeeigenschaften und kann anschließend auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht werden. So schließt sich ein jährlicher Kreislauf. Denn durch den Dünger gedeihen und reifen unsere verschiedenen Kulturen, welche schließlich geerntet, gelagert und der Biogasanlage zugeführt werden.

  • Aus unserem nachhaltig erzeugten Biogas produzieren wir jedes Jahr Strom, der den durchschnittlichen Jahresverbrauch von rd. 3.500 Haushalten deckt, sowie zusätzliche Wärmeenergie, mit der sich etwa 1.500 durchschnittliche Haushalte das ganze Jahr lang nachhaltig versorgen lassen können.

  • 2008 Installation von Photovoltaik-Modulen auf zwei Hallen-Dächern mit Südausrichtung. Zusammen liefern sie eine Leistung von 88,5 kW peak.

    Für 2021 ist eine Erweiterung der Dach-Photovoltaikanlage vorgesehen mit Modulen auf den übrigen Dächern, mit überwiegend Ost-/West-Ausrichtung.

  • Für die nächsten Jahre arbeiten wir daran, eine Fläche von etwa 8 Hektar weiterzuentwickeln, die östlich an unserem Betrieb anliegt. Dabei soll erneuerbare Energie erzeugt werden, vor allem mittels einer Freiflächen-Photovoltaikanlage.

    Es besteht die Möglichkeit, die mittels dieser PV-Anlage erzeugte Elektrizität an der bestehenden Betriebsstätte (Biogas-Anlage) für unterschiedliche Verfahren zu nutzen. Ziel ist es, bestehende Prozesse zu unterstützen und zu verbessern. Eine weitere Option ist, die bei diesem Projekt gewonnene Energie für die nachhaltige Wärmeversorgung des Gemeindegebietes einzusetzen. Konkret wird auch daran gedacht, den regenerativen Strom in Wasserstoff umzuwandeln, um die Energie besser und langfristiger speicherbar zu machen sowie für die Sektorenkopplung zu nutzen.

    Das Landschaftsplanungsbüro Längst & Voerkelius aus Landshut, welches bereits den bisherigen Bebauungsplan für das Sondergebiet „Biogas-Anlage Ried“ geplant hat, ist den Gremien der Gemeinde vertraut und soll sich auch dieser geplanten Erweiterung annehmen. Längst & Voerkelius hat daher das hier hinterlegte Konzept erarbeitet.

    Der Marktgemeinderat hat bereits einstimmig beschlossen, den Bebauungs- und Flächennutzungsplan zu ändern. Das Projekt befindet sich nun im weiteren Genehmigungsverfahren.

    Das Besondere an diesem Projekt ist, dass die Freiflächen-PV-Anlage dabei nicht nur auf dem eigenen Grund entstehen soll, sondern auch auf gepachteten Flächen von den unmittelbaren Nachbarfamilien Wackerl und Zotz. Hierzu wurde mit den Verpächtern bereits eine eigene Gesellschaft gegründet, die Firma EnerGiepark Ried GmbH u. Co. KG mit Sitz in Ried 3, Markt Indersdorf.

    Die zweite Besonderheit ist, dass dieser Energiepark aufgrund seiner Lage mit leichter Hangneigung und Einfriedung durch ein Waldstück kaum einsichtbar ist.

  • Im Rahmen des geplanten Solarparks wird auch konkret über eine Wasserstoffproduktion aus einem Teil der gewonnenen Sonnenenergie nachgedacht. Dazu würde eine Elektrolyse-Anlage aufgebaut werden, welche die Größe von einem oder zwei Schiffscontainer hätte. So könnte dies aussehen:

    Die Vorteile der Umwandlung auf den Energieträger Wasserstoff liegen in der längeren und dabei vergleichsweise günstigeren Speicherbarkeit gegenüber Strom, ferner in der Entlastung von Stromnetzen, der Fähigkeit zur Sektorenkopplung sowie der Möglichkeit zur Nutzung von Synergieeffekten im Zusammenspiel mit Biogasanlagen.

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